Festival 2014

EnergiewendeCamp 4. – 17. September 2014

Das EnergiewendeCamp gibt die Möglichkeit des Austausches, der Weiterbildung und der aktiven Partizipation. Nimm an Workshops, Diskussionsrunden oder Exkursionen teil oder biete selber etwas an und teile dein Wissen mit anderen. Aber auch Muskelkraft und Kreativität sind gefragt, für den Aufbau (und Abbau) der Infrastruktur und die Vorbereitungen für das Festivalwochenende.

EnergiewendeFestival 12. – 14.September 2014

Während drei Tagen soll die Energiewende gefeiert werden, mit Musik und verschiedenen künstlerischen Beiträgen. An Ständen kann die Vielfalt an Möglichkeiten, die die Energiewende bietet, präsentiert werden. Kunterbunt und friedlich zeigen wir, wie die Energiewende funktioniert!

Menschenbild 13. September 14:00

Hunderte von Teilnehmenden stellen sich zu einem grossen, dynamischen Symbolbild der Energiewende auf und unterstreichen damit ihre Forderungen nach einer raschen und konsequenten Energiewende ...

Freiwillige und Mitorganisatorinnen und Mitorganisatoren melden sich am besten gleich unter folgender Emailadresse bzw. Telefonnummer:

Mail: info@energiewendefestival.ch
Adresse: Energiewendefestival
Postfach 1029
8026 Zürich
Telefon: +41 79 871 24 09

Wir freuen uns auf Euch!


Forderungen

Für eine Energieversorgung, die Mensch, Natur und Klima schont. Die Zukunft ist 100% erneuerbar!

Klima
  • Wir fordern eine schnelle Abkehr von fossilen Brenn- und Treibstoffen.
  • Wir wollen keine Investitionen in oder Importe von Gas-, Kohle- und Atomstrom.
Atomstrom                       
  • Wir fordern einen schnellen Atomausstieg.
  • 40 Jahre Laufzeit sind genug – Mühleberg und Beznau vom Netz, jetzt!
Effizienz                                             
  • Wir fordern einen effizienten Umgang mit Energie.
  • Wir wollen eine sofortige Einführung von Energielenkungsabgaben.
Erneuerbare Energie
  • Wir fordern den sofortigen Ausbau einer dezentralen, vielfältig erneuerbaren Energieproduktion.
  • Weg mit dem KEV-Deckel! (= Kostendeckende Einspeisevergütung)

Grundhaltungen

Wir sind davon überzeugt, dass eine sympathische Geld-, Entscheidungs- und Esskultur die beste Art ist, eine Veranstaltung wie das Energiewendefestival zu organisieren. Wenn irgend möglich wollen wir folgenden Kriterien gerecht werden:

  • Ökologisch nachhaltig und mit möglichst wenig Ressourcenverschwendung.
  • Wir setzen auf 100% erneuerbare, dezentrale Energie.
  • Wir möchten, dass sich möglichst viele Menschen aktiv,  direkt „politisch“ engagieren können. Wir arbeiten in allen Bereichen integrativ, partizipativ und entwickeln uns weiter.
  • Es gibt keine kommerziellen Verpflegungsanbieter. Wir vertrauen aufs Kollektensystem.
  • Wir verlangen keinen Eintritt sondern vertrauen auf Spenden und Kollekten. Wir wirtschaften alle in eine Kasse. Spenden nehmen wir an - Gegenleistungen sind ausgeschlossen.
  • NGO, Religionen und Parteien: Die Vorbereitungsgruppe besteht aus Einzelpersonen, die ihre individuellen Meinungen vertreten. Trägerschaften haben kein Mitbestimmungsrecht. Wir sind keine Fundraising- und Wahlkampfplattform für NGOs, Parteien und Religionen. Träger müssen unsere Forderungen unterstützen und sind nicht verpflichtet Geld zu spenden.
  • Wir wollen eine friedliche, familienfreundliche und erfreuliche Veranstaltung.
  • Wir wollen nicht nur uns selber befähigen, unser Wissen erweitern und unsere Meinung kundtun, sondern auch Raum für Gespräche und Vergnügen haben.
  • Wir entscheiden konsensorientiert in der Vorbereitungsgruppe. Wir versuchen uns während dem Camp und dem Festival soweit wie möglich konsensorientiert mit allen Teilnehmenden abzusprechen.
Gewaltfreirichtlinien
  • Es ist uns wichtig, keine psychische, körperliche oder verbale Gewalt anzuwenden.
  • Wir möchten gegenüber Menschen, die wir treffen, eine offene, ehrliche und respektvolle Haltung einnehmen.

Hintergrund

Der Bundesrat hat im Mai 2011 beschlossen, schrittweise aus der Atomenergie auszusteigen. Das Parlament ist ihm noch 2011 mit grosser Mehrheit gefolgt. Dies war ein grosser und wichtiger Schritt.

Die „Energiestrategie 2050“, welche der Bundesrat im Herbst 2012 in die Vernehmlassung geschickt hat, beschreibt wie der Umbau geschehen soll. Diese Vorlage zeigt, dass es für die Umsetzung zu einer nachhaltigen Energiewende mit einem echten Klimaschutz noch viel Überzeugungsarbeit, Druck und politischen Willen braucht. Die Stossrichtung und die Absicht der Energiestrategie 2050 stimmen, aber sie hat Lücken, Mängel und birgt Risiken, die es zu korrigieren gilt. Beispiele sind: keine verbindliche Stilllegungsregelungen für die bestehenden Atomkraftwerke, Subventionierung von fossilen Energieträgern und die Drohkulisse von Gaskraftwerken, zu zögerlicher Zubau von neuen erneuerbaren Energien (v.a. bei Fotovoltaik-Anlagen), wenig wirksame Stromeffizienzmassnahmen und zunehmender Druck auf die letzten Naturperlen der Schweiz.

Vieles ist im Fluss und es gilt jetzt Druck zu machen und Signale zu setzen, damit wir nicht in einer energie- und klimapolitischen Sackgasse enden, sondern den Weg ebnen für eine nachhaltige Energiewende.

Das Energiewendefestival ist Vorbild, beweist, dass es viele Alternativen zum Umwelt- und Klima-GAU gibt und diese Alternativen einfach umzusetzen sind.